Blogsinn

  • Wie bringe ich mein Unternehmen im Social Media-Zeitalter nach vorne, um in übersättigten und festgefahrenen Märkten Aufmerksamkeit zu erhaschen? Dieses Blog soll inspirieren, motivieren und knackige Denkanstöße für die Umsetzung liefern. (Impressum)

Über mich

  • Als Social Media Berater berate ich Unternehmen bei der Online Kommunikation und Wahrnehmung. Mein Schwerpunkt ist die Konzeption und Realisation von Corporate Webcasts und Social Media Maßnahmen wie Twitter oder Facebook. Dabei übernehme ich die Rolle des Markenbotschafters und bringe die Produkte oder Dienstleistungen meiner Mandanten ins Gespräch.

    Sebastian Voss ist als Experte bei brainGuide aufgenommen

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06. Juli 09

Rückblick Niche09: Workshop Corporate Webcast

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Besser zu spät als nie, aber Podpimp Alex Wunschel brauchte halt ein paar Täglein bei der Auswertung des stundenlangen Audiomaterials des diesjährigen Podcamps, der Niche09 in München. So lautet jedenfalls meine Verteidigung zur verspäteten Preisgabe meines Postings, das ich hiermit nachholen möchte. Rund 150 Teilnehmer besuchten dSynergieeffekt niche09as Themenevent rund um die Herstellung, Vermarktung und Distribution von Audio- bzw. Videopodcasts. 18 Workshops, darunter unserer zum Thema "Corporate Webcast", heizten das anspruchsvolle Publikum ein. Blogger, Marketing- und PR-Verantwortliche, Gründer, Geschäftsführer, Medienproduzenten und Journalisten tauschten sich untereinander aus und gaben ihren Senf dazu. Sebastian Wartenberg und ich schlugen uns wacker und stellten uns mutig den Fragen des stark differenzierten Auditoriums. Was dabei herausgekommen ist, hört und seht Ihr hier. Eine produktive Woche! Euer Marketingberater 2.0


17. Juni 09

Erster Social Media Newsroom der Touristikbranche

Social Media Newsrooms sind quasi Online-Pressebereiche, die nicht nur die klassischen Medien per se ansprechen sollen, sondern auch andere interessierte Websitebesucher wie z.B. Blogger und Bürgerjournalisten über die Aktivitäten des Unternehmens aufklärt.

Durch Christian Clawien, PR-Manager bei construktiv (Ja, die von Mister Wong!), habe ich eben aus erster Hand erfahren, dass ihre Agentur den ersten Social Media Newsroom in der Touristikbranche für die schweizer Travel Charme Hotels & Resorts AG aufgesetzt hat.

„Für uns bedeutet der Newsroom die Möglichkeit, Gästen und Interessenten attraktive und aktuelle Inhalte über Travel Charme einfach, transparent und übersichtlich zu präsentieren, ohne das die Nutzer Web 2.0 Experten sein müssen“, erklärt Dominik Sobotka, Head of Online Communication & Strategy von Travel Charme in der mir vorliegenden Pressemitteilung.

Bleibt abzuwarten, wie dieser Social Media Kanal von Journalisten und Bloggern angenommen wird.
Ich denke, es ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn Unternehmen müssen endlich lernen das nicht einzig und allein klassische Mainstream-Medien ein Recht auf umfassende Information haben. Wenn Euch dieses Thema interessiert, lege ich Euch meinen Podcast mit Bastian Scherbeck über die Social Media Release ans Herz!

Euer Sebastian




15. Juni 09

Orientierung im Social Web mit "web2null.tv"

Bannerbild_web2nulltv

Im Netz gibt es eine Fülle von Werkzeugen und Kommunikationstools, die den Dialog im Web 2.0 vereinfachen und den Dialog mit Stakeholdern verbessern sollen. Hier ein neuer Twitter-Client, dort eine innovative nutzergenerierte Produktempfehlungssuchmaschine. Doch welcher Dienst ist wirklich relevant für mein Business? Welcher Trend zeichnet ab Web 2.0 Himmel ab und was bedeuten einzelne Fachbegriffe, die ich als Marketer, PR-Berater und Unternehmer im Social Media Marketing kennen sollte? Meine Kollegen Dieter Schwarz, Dan Racek und Meinerwenigkeit haben dazu die Sendung web2null.tv auf Sevenload ins Leben gerufen, in der wir genau diesen Fragen auf den Grund gehen wollen. In den ersten beiden Screencast-Folgen, geben wir eine kleine Einführung in den beliebten Mikrobloggingdienst Twitter und stellen daraufhin den flexiblen Social Media Client "Peoplebrowsr" vor. Wir wünschen gute Unterhaltung und viel Gewinn beim Zuschauen. Fragen oder Feedback oder beides bitte an feedback@web2null.tv !


12. Juni 09

Amplify: Weblogmarks

Amplify_logo

Heute möchte ich mich einem Service widmen, der gestern in der Social Media Sphäre die Runde gemacht hat und sich bereits von einigen Early Adopters inkl. mir in der Testphase befindet. Die Rede ist von Amplify.

Hierbei handelt es sich um einen Services mit dem Ihr eure Links sammeln, bookmarken, verschlagworten und schließlich auf einer personalisierten Seite präsentieren könnt. Möchtet Ihr euch aus der Masse der anderen Cliplogs (kurz: Clogs) - so der Name für euer Amplify-Profil - bietet der Service auch das Einstellen eines persönliches Banners an. Auf den ersten Blick nicht besonders spektakulär. Doch wenn Ihr genauer hinschaut, erkennt Ihr die feinen Unterschiede zu anderen Sharing Plattformen wie Delicious, Mister Wong, Friendfeed & Co. Zum einen lassen sich durch das Firefox-Add-on einzelnen Textteile, Bilder und Videos markieren (siehe Abbildung) in eurem Clog Screenshot Amplify posten und mit einem Kommentar versehen. Zum anderen können eure Clog-Besucher einzelne Beiträge kommentieren, per RSS-Feed oder E-Mail abonnieren und sogar als weitere Mitcloger (wenn erwünscht) ihre Webfundstücke mit beisteuern.

Was mich besonders fasziniert, zeigt sich in der Aggregationsfreudigkeit von Amplify. Beiträge können parallel über Friendfeed und/oder Facebook gestreamt und in Eurem Delicious-Account (Tags werden mit übernommen!) gebookmarkt werden. Selbstverständlich ist eine Tweet-This-Funktion inkl. Bit.ly-URL-Verkürzung mit an Board, so dass wir uns bei unseren täglichen Reputationspflege eine Menge Zeit einsparen. Es freut mich überdies, endlich ein trockenes Plätzchen gefunden zu haben, an dem meine Leseempfehlungen gut aufgehoben werden und nicht im virtuellen Nirvana verschütt gehen. Wenn Ihr mögt, werft ruhig mal einen Blick auf meinen gebrandeten Marketingberater 2.0 Clog und schaut Euch das 1-minütige Lernvideo des Amplify-Gründers an. Also: Work hard, make money, have fun! Ein schönes Wochenende aus Hamburg, Euer Sebastian!

21. Mai 09

Twitter Groups: Das Twitterverzeichnis

Twittergroups

Exakt 8:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit, sonniges Wetter und eine noch tiefschlafende Partnerin. Diese freie Zeit habe ich genutzt einmal wieder ein kleines Posting online zu stellen. Rein zufällig bin ich auf Twitter auf dieses nette Verzeichnis, namens Twitter Groups gestoßen, das sich letztlich als relativ nützlich erwies. Nicht abschrecken lassen, dass es sich hierbei um einen amerikanischen Service handelt. Wie Ihr wisst tummeln sich deutsche Twitterati gern auf angelsächischen Twitterspielplätzen, um einen Wissensvorsprung zu erhalten. Deshalb wäre es für jeden Geschäftstreibenden äußerst vorteilhaft auch hier mit seinem guten Namen als Gruppe vertreten zu sein. 3 Highlights möchte ich kurz anreißen.



1. Geschäftseintrag (Business Directory)

Die Gelben Seiten für twitternde Unternehmen. So in der Art kann man sich Twitter Group´s Business Directory vorstellen. Ihr könnt hier euer Unternehmen hinzufügen, um mehr Follower und Kunden zu bekommen. So heißt es jedenfalls in dem Werbetext. Allerdings nicht ganz für lau - 49$ kostet ein Lifetimelisting. Aufgeführt werden Firmenname, Website und Twitter URL. Die Einträge werden dann auch nach Postleitzahlen und Vorwahlen sortiert - gilt jedoch nur für die USA.

2. Werbung (Advertise)

Ihr möchtet Euer Business, Seminar, Video, Website oder Blog bewerben. MIt 99$ po Tag seid Ihr dabei. Eure Anzeige (360x360 oder kleiner) erscheint auf allen Twitter Groups Seiten, außer auf denen für die bereits ein Sponsor gewonnen wurde. Twitter Groups spricht von tausenden von Nutzern pro Tag - ich lass mir spaßhalber ihre Mediadaten zukommen.

3. Gruppen (Create a Group/ Join a Group)

Das Einrichten von Twittergruppen empfand ich als die nützlichste Funktion. Zuerst registriert man sich mit seinem Twitteraccount. Danach legt Ihr euren Gruppennamen, eure Gruppen ID (meint Twitter-Hashtag) und wenn vorhanden eure Gruppenwebsite (Firmenhomepage, Xing oder Facebookprofil tut es notfalls auch). Zu Testzwecken habe ich die Gruppe Social Media Fans Germany ins Leben gerufen. Wenn Ihr mögt, schaut doch einfach mal vorbei!

Fazit: Alles in allem erweist sich Twitter Groups als weitere gut frequentierte Plattform, um auf eure Person, euer Business und eure Webaktivitäten hinzuweisen. Den kostenpflichtigen Eintrag und die Werbung würde ich jedoch nicht empfehlen, da er nach meiner Meinung nach keinen sichtlichen Mehrwert insbesondere für deutsche Unternehmen bietet. 

Euch noch einen schönen Feiertag! 

Euer
Sebastian

08. Mai 09

Auftragsmaschine 2.0: Equan.de

Ja, ich gebe es zu, Twittern macht mir zurzeit mehr Spaß als Bloggen. Ich kann meine Anmerkungen und Neuigkeiten, auf die ich tagtäglich stoße zeitnaher verzwitschern. Trotzdem ist es mal wieder Zeit für ein handfesten Blogposting, bevor ich meine treuen RSS-Abonnenten ganz und gar vergraule. Deshalb schlage ich gleich einmal die Brücke zu meinem heutigen Thema, auch ohne gelungenen Übergang. 

"Aufträge" sind wohl das Thema, das Euch als Freiberufler und Gewerbetreibende am brennendsten interessiert, nicht wahr? Eine virtuelle Auftragsmaschine bietet hier Frank Schwertner mit seiner neu gestarteten Plattform "equan.de" an. Bleibt abzuwarten, wie der Dienst von der Userschaft angenommen wird und ob er sich im Meer der Projektbörsen durchsetzen kann! Ich habe natürlich bei Frank Schwertner vorab nachgefragt, was Euch und mich auf equan.de erwartet. 



Über Frank Schwertner

Seit Anfang 2008 biete ich als beratender Volks- und Betriebswirt mit Startup-Concept Dienstleistungen für Gründer an. So bietet Startup-Concept z.B. Orientierungshilfen bei der Entwicklung von Strategien zur Umsetzung innovativer Geschäftsideen. Da ich somit selbst ein Startup-Unternehmen führe, kenne ich die Herausforderungen, denen sich junge Unternehmen stellen müssen, auf dem Weg sich aus der Vielzahl von Mitbewerbern hervorzuheben und schließlich am Markt bestehen zu können. 


Wie sind Sie auf „equan.de“ gekommen und wer steckt dahinter? 

Die ewigen Fragen lauten: Wie kommen Freiberufler an Aufträge? Wo finden Auftraggeber qualifizierte Mitarbeiter für ihre Projekte? Wo kann ich noch suchen, ohne regelmäßig Listen mit exotischen Offerten ohne konkreten Auftragswert überspringen zu müssen? Wie kann ich Synergien nutzen um damit Kunden zu binden? Welche Marktplätze kann ich mir überhaupt leisten?

StartUp-Unternehmen wissen um die Herausforderungen, denen sich Selbständige jeden Tag aufs Neue stellen müssen, auf dem Weg sich aus der Vielzahl von Mitbewerbern hervorzuheben und wieder am Markt bestehen zu können. Wer etwas unternimmt, macht auch Erfahrungen! Doch tun sich viele Gründer noch schwer, mit der Akzeptanz einer Strategie zur Umsetzung ihrer Geschäftsidee, dem eigentlichen Unternehmenskonzept. Oft verlassen sich Gründer allzu sehr auf ihr Produkt, heben die Substanz des Produktes hervor und betrachten zu wenig die Aufgaben, hilfreiche Kooperationen einzugehen sowie ihr Leistungsangebot gegenüber potentiellen Kunden publik zu machen. Wie, wo und wann werden Sie von potentiellen Kunden oder Partnern betrachtet? 

Das muss sich ändern liebe Gründer! Wenn Sie Partner und Aufträge zur Umsetzung Ihrer Geschäftsideen akquirieren möchten, ist es unabdingbar, eine interaktive Marktpräsenz auszugestalten! Ob Entwicklung, Planung, Beratung oder Ausführung - für jede Phase Ihrer Vorhaben befinden sich 
auf equan.de sowohl Auftraggeber als auch Auftragnehmer in der Gesellschaft handlungsfähiger Partner.

AAACBC Inc. - mit seinem Sitz in einem der bedeutendsten IT- Hubs in Südostasien, bietet weltweit Dienstleistungen in den Marktsegmenten Webdesign, Programmierung und IT- Outsourcing an.

Die Kooperation zwischen Startup-Concept und AAACBC Inc. began als dynamisches Netzwerk und gründet mittlerweile auf gemeinsame Interessen in der Erbringung von IT-gestützten Dienstleistungen. In diesem Zusammenhang ist es für uns nur folgerichtig, auch unsere bisherigen Erfahrungen auf dem Gebiet der Organisation freiberuflicher Mitarbeit in equan.de einfließen und sich weiter entwickeln zu lassen. 


Was erwartet den Nutzer bei „equan.de“? 

Welche Möglichkeiten haben Unternehmen, bedarfsgerechte Unterstützung zu finden, um ihre Kunden zufrieden zu stellen? Wie können Freiberufler, Dienstleister und StartUps flexibel Synergien nutzen, um konkurrenzfähige Leistungen anzubieten? Equan.de kann einer der Marktplätze werden, die mehr leisten, als nur Listen mit exotischen Offerten ohne konkreten Auftragswert zu vermitteln! 

Das Portal spricht Freelancer über das gesamte Spektrum der freien Berufe an, bis hin zu den angeschlossenen gewerblichen Dienstleistern. Es ist uns wichtig, allen Teilnehmern eine schnelle 
und effiziente Bearbeitung ihrer Anliegen zu ermöglichen. Der direkte Zugriff auf sämtliche Aufträge und Features wird über eine transparent gehaltene Benutzeroberfläche ermöglicht und bietet Freelancern und Gewerbetreibenden alle Möglichkeiten, mit einem Eintrag gegenüber Auftraggebern glänzen zu können.

„Das Potential von "equan.de" liegt sowohl in der Unmittelbarkeit des Zugangs, als auch in der Kreativität seiner Gestaltung“. Das erklärte Ziel ist es, ein lebendiges Kooperationsportal zu schaffen, welches alle Freiberufler und Gewerbetreibenden dazu inspiriert, ihre Kunden auf dem Laufenden zu halten!

Von Anfang an mit dabei ist z.B. ein interaktives Bewertungssystem, welches sich unmittelbar auf das Ranking sowohl von Auftragnehmern als auch von Auftraggebern auswirken wird. Das ist nur fair und erlaubt es, dass Schwarze Schafe auf beiden Seiten nicht in der Masse verschwinden.

Wie funktioniert die Auftragsvergabe?

Registrierte Nutzer können per Nachrichtenbox Kontakt untereinander aufnehmen. Dies gilt sowohl für den Kontakt zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern, als auch für den Kontakt der Teilnehmer der jeweiligen Gruppen untereinander. Zudem kann natürlich jeder, der auf den Seiten von equan.de surft, in die Profile reinklicken und so die dort angegebenen Kontaktdaten nutzen. Also, alles in allem eine ziemlich großzügige Werbe- und Kontaktfläche!


Welche Vorteile bieten Sie Ihren Nutzern?

So ist, bzw. wird equan.de ein weitestgehend kostenloses Portal, womit Projekte veröffentlicht und fachliche Unterstützung "just in time“ übers Netz akquiriert werden können. Das Ziel von equan.de ist es, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Freiberuflern und Gewerbetreibenden zu schaffen. Unternehmer, die Projektaufträge zu vergeben haben, können sich hier gezielt und direkt an Kernkompetenzen wenden, welche ihrerseits dazu aufgefordert sind, auf equan.de kostenlos ein aussagekräftiges Leistungsprofil inkl. Bildern zu veröffentlichen. Die Idee ist denkbar einfach; eintragen, selbst darstellen, Kontakte knüpfen, Geld verdienen! Die Grundprinzipien basieren auf der Idee, die uns am Internet allen so gut gefällt: „Zugang und Informationen für alle!“ Dieser "Mix" ist am ehesten dazu geeignet, Freiberuflern, Gewerbetreibenden und deren Auftraggebern vernünftige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu bieten.

Welche Chancen und Risiken sehen Sie bei Projektbörsen im Netz?

Chancen haben die, die gezielt Kontakte aufbauen und ihr eigenes Netzwerk schaffen indem sie dann ihr Leistungsspektrum erweitern und festigen können – also sich mit Kollegen ganz konkret austauschen können. Dies gilt auch sowohl für den Austausch von Auftragnehmern untereinander als auch für die Kommunikation von potentiellen Auftraggebern untereinander. Synergien bilden ist das Stichwort. Wer erwartet, überall sofort vom Start weg eine Auswahl passender Aufträge akquirieren und auch umsetzen zu können, der hat das Prinzip nicht verstanden und muß in einen Laden gehen, wo er Projekte einkaufen kann. Nur kenne ich keinen solchen Laden – wo es gegen Bezahlung Auftrags- und Umsatzgarantie gibt!

Den Chancen der Eigenwerbung auf Projektbörsen stehen natürlich auch immer die Risiken anonymer Massenwerbung entgegen. Soweit es sich aber um Leistungsangebote handelt, denen ein Kontext wie z.B. eine Projektbörse zuzuordnen ist, schwindet die Anonymität eben in dem Maße, wie die Plausibilität zunimmt. Deshalb ist es wichtig, ein Qualitätsmanagement einzuführen, welches z.B Werbung von Arbeitnehmerüberlassungsfirmen nicht zulässt. Gerade auf Projektbörsen aber beteiligen sich auch immer Head-Hunter, um hier für ihre Kunden vorzusorgen. Hier ist es die Aufgabe, legitime Dienstleistungen im Personalbereich von (auch volkswirtschaftlich) nicht nutzenbringenden abzugrenzen.

Das Risiko, anfangs weniger potentielle Auftraggeber vorzweisen muß in Kauf genommen werden. Das Risiko ist im Wesentlichen die Zeit, die es braucht, bis das das Potential (die Qualität einer Datenbank) für Projektanbieter sich rumgesprochen hat. Es liegt in der Natur der Dinge, dass Gut Ding braucht Weile!


9. Mit welchen Features werden Projektbörsen in Zukunft aufwarten – wo geht die Reise hin?

Interaktivität, Gruppenbildung, Empfehlungsmarketing, Spezialisierung sowohl auf Branchen als auch auf den Level von Anbietern und Nachfragern, stärkere Typisierung in Bezug auf die Zielgruppen hilft einem potentiellen Interessenten schnell zu erkennen, ob er an der richtigen Adresse ist, das Internet ist ein schnelles Medium, deshalb muss die Leistungsinformation unzweifelhaft schnell und deutlich zu erkennen sein – vor allem auch über das eigentliche Portal hinaus werden weitere Möglichkeiten der Interaktivität zwischen den für die potentiellen Nutzer ebenfalls attraktiven Portalen weiterentwickelt werden. Das Internet ansich ist eben das Netzwerk, welches sich in immer weitere Netzwerke aufteilt. Hier gilt es technisch auf einer Spezialseite mehr zu bieten, nach dem Motto: Hier sind Sie nun auf Ihrer Spezialseite in der Marktnische, die sich wie folgt rechtferigt: Video ersetzt Fotos, Audio ersetzt Chat! Persönliche Newsletters definieren, persönliche Angebote automatisch weiterleiten lassen, alles wird voreingestellt und so individuell wie möglich und dennoch automatisch verteilt werden. Das Spektrum zwischen Anonymtät und Individualität wird mittels immer besseren technischen Möglickeiten auf jedem Portal spezifisch ausbalanciert und bietet reichlich Marktnischen – allein was die Nutzungsmöglichkeiten betrifft.  

17. April 09

Twittperimente

Twitter_logo

Zurzeit frohlocken Aufträge und mein Umzug in die Hansestadt. Da heißt es Prioräten setzen und auch mal wieder einen Blogeintrag posten (Höchste Zeit!). Und der sollte sich diesmal um das Lieblingsspielzeug Nummer eins der Social Media Enthusiasten und Markenbotschafter drehen: Twitter. Beispiele von funktionierenden Kampagen kursieren mittlerweile in regelmäßigen Abständen durchs Netz. Doch lässt sich damit wirklich Umsatz generieren und das Markenbewusstsein nachhaltig stärken. Dies können Agenturen mit vorhandendem Social Media Unit zurzeit auch nur wage schätzen. Schauen wir gemeinsam über den großen Teich, hier geben sich wirklungsvolle Social Media Marketing ausgeschlafener Unternehmen und Agenturen sowie kleine Experimente 2.0 die Klinke in die Hand. Aus der letzteren Kategorie möchte ich Euch gern drei ausgewählte Fallbeispiele vorstellen.


Fall 1: Pizza

Die 1962 gegründete Pizzeria Pizzaparty aus Santa Clara, Kalifornien möchte neue Wegen gehen, um der jungen kommunikativen Internetgeneration Rechnung zu tragen und gleichzeitig state-of- the-art zu bleiben. Die innovative Pizzabäckerei wartete deshalb mit verschiedenen Features auf, um sich mit ihrer hungrigen Kundschaft zu vernetzen. Mittels Livecam kann das Zubereiten der runden Köstlichkeit just in time an den heimischen Bildschirmen nachverfolgt werden. Sonderaktionen und Feedback (Beispiel: Kostenlose Pizzen zum Superbowl) werden über Twitter und Facebook herangetragen. Auch das mobile Web kam dank einer iPhone-App nicht zu kurz. 


Fall 2: Twitter-Bestellung

J.R. Cohen, Inhaber des Houstener Cafés Coffee Groundz, begeisterte sich schon von Anfang an für das neue Massengezwitscher. Er startete ein kleines Social Media Experiment, bei dem er gezielt die Beiträge von bekannten Twitterati aus dem Raum Houston abonnierte. Auf diesem Wege gelang ihm ein recht schneller Zugang zur lokalen Twitter-Szene. Am 31.10.08 gelang ihm dann endlich der Durchbruch. Einer seiner Follower bestellte per Direktnachricht einen Burrito, um ihn dann kurze Zeit später an der Theke "physisch" abzuholen. Cohen spielte das Spiel mit. Die Twitterati waren außer Rand und Band, denn dies war das aller erste Mal, dass jemand Twitter nutzte, um an Ort und Stelle zu ordern. In den USA ist es seitdem in vielen Restaurants gang und gäbe Bestellungen via Twitter aufzugeben.


Fall 3: Kundenbindung

Freshbooks erspart Selbstständigen und kleinen Unternehmen die lästigen Arbeiten der Zeiterfassung, Angebots- und Rechnungerstellung - und das selbsredend online. Weltweit verfügt das Unternehmen über 600.000 Kunden. Das Unternehmen nutzt ebenfalls Twitter, um ihren Kunden zu zeigen, wie ernst sie selbst das Thema "Kundennähe" nehmen. Während eines täglichen Twitter-Monitoring stolperte das Social Media Team über ein Tweet einer Twitterin, die sich beklagte, dass sie von ihrem Date versetzt worden war. Rasch wurde festgestellt, dass es sich bei ihr um eine bestehende Kundin handelte. Am nächsten Tag sandten sie ihr einen prachtvollen Blumenstrauß zur Aufmunterung. Ihr könnt euch bestimmt denken, welches Echo diese kleine Geste in der Social Media Sphäre auslöste und was dies letztlich für den digitalen Ruf von Freshbook bedeutete.


Fazit

Ihr seht, es müssen nicht unbedingt große und teure Sozial Media Kampagnen sein, die Euer Unternehmen online bekannter machen und Eure Reputation positiv beeinflussen. Entscheidend ist, dass Ihr Euch vorher Gedanken macht, was Ihr konkret erreichen möchtet und welche Mittel ihr dafür einsetzen wollt oder könnt. Wie auch im klassischen Media-Mix heißt die Devise: "Klotzen statt Kleckern". Beschränkt Eure Ressourcen lieber auf wenige populäre Dienste, bei denen Ihr Eure Zielgruppe vermutet und gebt hier volle Manpower.

In dem Sinne ein schönes Wochenende,

Euer Sebastian


04. März 09

Live von der Webciety

Kollege Björn Negelmann lädt unterschiedliche Gesprächspartner zur Podiumsdiskussion in die Webciety Area ein. Darunter Rob Vegas, Martina Pickkardt, Ibu Evsan etc. Mitmachen könnt ihr, wenn Ihr Eure Tweets mit  @webciety09 verseht. Wir sind übrigens morgen vor Ort, um für Euch interessante Inhalte einzufangen. Jetzt aber gute Unterhaltung!


25. Februar 09

Superwahljahr 2009: Hautnah dabei mit "wahl.de"!

Wahl.de_Logo Politik 2.0 ist spätestens seit der Obamamanie, in aller Munde. Auch in Deutschland rüsten sich unterschiedliche Netzpersönlichkeiten für den Wahlkampf im Internet. Da entstehen Gruppen bei XING, wie z.B. "DemokratieZweiNull", die nach Angaben von Moderator Bernhard Jodeleit nach ihrer Gründung am 21.02.09, schon heut mehr als 100 Mitglieder aufweist. Aber auch die Mikroblogger schlafen nicht. Der Twitterchannel "Wahlkampf 2009", möchte seine Follower rund um die Uhr über die besten Dinge des Bundestagswahlkampfs 2009 informieren. Es lässt sich unschwer erkennen, das sich das Thema zunehmender Beliebtheit bei der deutschen Userschaft erfreut. Und wenn im Augenblick nur bei den Early-Adopters oder Heavy-Usern. Es ist immerhin ein Anfang! Vor kurzem bin ich durch einen Tweet auf die Plattform "Wahl.de" aufmerksam geworden und fand das Projekt so spannend, dass ich die Gelegenheit für ein kurzes Interview nutzte. Klas Roggenkamp, Mitinitatior der Plattform, stand mir auskunftsfreudig und ausführlich Rede und Antwort.

Zur Person:

 Foto_klas-roggenkampKlas Roggenkamp ist Mitgründer der Berliner Online-Agentur compuccino, die u.a. das neue Gesicht der Berliner Morgenpost und der Stadt Hamburg entwickeln durfte. Roggenkamp hat in Berlin Politik und Electronic Business studiert und arbeitet seit mehreren Jahren v.a. konzeptionell und im Umfeld von technisch vermittelter politischer Kommunikation. Schon vor der Gründung von compuccino hat er u.a. 2001 das Konzept für die Online-Wahlhilfe Wahl-O-Mat entwickelt und in den folgenden Jahren (und Wahlkämpfen) an verschiedenen Stellen politische Kampagnen und begleitende Online-Maßnahmen entwickelt oder koordiniert. Mit seinem Agenturpartner Nader Cserny hat er die Plattform wahl.de erdacht und aufgebaut.

1. Wie sind Sie auf „wahl.de“ gekommen und wer steckt dahinter?

Die Idee zu wahl.de ist im letzten Jahr entstanden, natürlich auch angeregt durch die verschiedensten Begleitformate zur US-Wahl. Das Team der Agentur compuccino in Berlin, das den gesamten Auftritt von wahl.de finanziert und umsetzt, hat im Rahmen verschiedener Kundenprojekte einen Platz für das Angebot gesehen, was nun auf wahl.de umgesetzt wurde. Im Wahljahr 2005 haben Einzelpersonen unseres Teams bereits mit dem Domain-Inhaber, der mokono GmbH, eine Plattform zur Bundestagswahl aufgebaut. Damals ging es vor allem um Politikerblogs, heute ist das Feld auf das gesamte Spektrum des Social Web ausgeweitet. Für compuccino ist die spannende Aufgabe dabei, einen Überblick in die komplexe Datenmenge zu bringen. Wir wollen allgemeine Entwicklungen deutlich machen und gleichzeitig für den Nutzer relevante Informationen filtern und in den Vordergrund stellen.

2. Was erwartet den Nutzer bei „wahl.de“? 

Das Ziel von wahl.de ist, Aktivitäten dort aufzuzeigen, wo sie geschehen - auch die Unterschiede und v.a. die Lücken in der Online-Strategie einer Partei oder eines Kandidaten werden sichtbar. Bereits die erste Version zeigt deutlich, wer im Social Web heute die Nase vorn hat (Grüne), wer auf Facebook am aktivsten ist (SPD), wer YouTube erfolgreich nutzt (FDP), und wo die Online-Strategie "eigene Community geht vor" (CDU) oder "Homepage reicht" (Linke).Aufhänger ist nach wie vor die Kandidaten-Übersicht, d.h. wir listen (nach und nach) alle Kandidaten zur Europa- und Bundestagswahl mit ihren Listenplatzierungen und Wahlkreisen. Dazu kommen alle aktiven MdBs und die deutschen MdEPs. Im Zuge der Übersichtlichkeit beschränken wir uns auf „die großen fünf“, d.h. auf alle derzeit im Bundestag vertretenen Parteien.Diese „rohen“ Politikerdaten ergänzen wir durch Profildaten auf verschiedenen Community-Plattformen wie Facebook und YouTube, aber auch twitter und last.fm. Hier können wir die Resonanz und die Aktivität der Politiker messen und auswerten. Im Ergebnis haben wir zweierlei: eine Übersicht über alle Kandidaten zur Wahl, und einen Vergleich der Aktivität der Politiker im Social Web.

3. Wie funktioniert das „wahl.de“-Prinzip?

Jeden Tag werden die Profil-Aktivitäten automatisch gemessen, wodurch wir eine Auswertung in „Big Mover“ und „Big Shaker“ und verschiedene weitere Übersichten erhalten.
Der „Big Mover“ ist jeweils das Profil auf einer Plattform, das in den letzten 7 Tagen den höchsten Zuwachs an Followern, Freunden, Fans, Abonnenten – eben Unterstützern gewinnen konnte.
Der „Big Shaker“ ist das Gegenstück dazu: hier geht es um die Aktivität des Politikers bzw. der Partei selbst. Hier messen wir die Botschaften, die über einen Kanal geschickt werden: tweets, Videos, Profilmeldungen. Die höchste relative Steigerung in den letzten 7 Tagen ergibt den Big Shaker. In der aktuell laufenden ersten Welle ist das unsere Hauptauswertung, die auch für zahlreichen Diskussionssstoff gesorgt hat und auch sorgen sollte. In den nächsten Ausbaustufen wollen wir auch inhaltlich aggregieren und auswerten. Natürlich arbeiten wir auch daran, die tatsächliche Resonanz auf eine z.B. über twitter verschickte Kurzmeldung sinnvoll messen zu können. Aber erstmal arbeiten wir an der vollständigen Liste der Kandidaten – hier haben wir momentan knapp ein Drittel der notwendigen Daten gesammelt.

4. Inwiefern soll der Bürger mit einbezogen werden?

Das ist eine gute Frage, die wir uns etwas anders stellen: inwiefern kann der Bürger mit einbezogen werden?Jeder, der sich etwas länger mit Politik im Netz befasst ist schon relativ desillusioniert, was da überhaupt möglich ist. Es gibt etablierte Angebote wie kandidatenwatch, die sich selbst zur Frage-Antwort-Plattform gemacht haben. Eine gute Idee, die aber leider in der Realität von dünner Resonanz und Akzeptanz (durch die Bürger!) gehemmt wird. Wir spielen die Frage nach der Bürgereinbindung weiter an die aktiven Politiker. Wer sich auf youtube Videos präsentiert oder auf Facebook Unterstützung einfordert, der kann und sollte den „mitgelieferten“ Rückkanal nutzen, den Bürger einbinden und auf ihn direkt reagieren.

5. Welche Vorteile bieten Sie Ihren Nutzern?

Wir bringen Transparenz und vor allem Vergleichbarkeit in die Online-Aktivitäten von Parteien und Politikern. Durch unsere regelmäßig weiter ausgebauten Auswertungstools können wir schon jetzt gut zeigen, wo z.B. Facebook einfach als Plakatfläche genutzt wird, und wo ein Kandidat tatsächlich über twitter den Austausch sucht. Und wir können das ins Verhältnis setzen zu Mitbewerbern bis auf Wahlkreisebene.
Das ist natürlich vor allem für Wahlkampfmacher interessant, aber auch ohne die Auswertungen bieten wir die umfangreichste Übersicht über Politiker und ihre Online-Aktivitäten.
Jeder interessierte Bürger kann sich ein besseres Bild von seinem Kandidaten machen, wenn er dessen Fotos auf Facebook oder die zuletzt gehörten Tracks auf last.fm nachschaut. Im Zweifel findet er auch einfach nur die Kontaktdaten zu twitter – denn diese Kanäle offen zu verlinken schafft bei weitem nicht jeder Politiker. Natürlich setzen wir ein gewisses Grundinteresse an Politik und an den Kandidaten voraus, aber wir haben auch keinen politischen Bildungsauftrag wie eine Bundeszentrale für politische Bildung.
 
6. Gibt es Kooperationen mit Parteien/Politikern?

Schon im Vorfeld haben wir versucht, mit allen relevanten Stellen in den Parteien Kontakt aufzunehmen. Das ging mal besser, mal schlechter. Keiner unserer Ansprechpartner hatte einen Überblick, wer genau eigentlich wo aktiv ist. Insofern haben wir viel selbst recherchiert und uns mit einzelnen Blogs und Seiten zum Thema abgestimmt und Daten ausgetauscht.
Seit dem Start der Version 1 in der vergangenen Woche können wir uns über mangelnden „Input“ gerade auch von Parteien nicht beklagen. Von allen Seiten und auf allen Ebenen werden wir geradezu zugeschüttet mit Daten, Verweisen und vor allem: Links zu Profilen. Wir freuen uns über jede aktive Mithilfe, wobei wir natürlich alle persönlich politisch interessiert sind, aber unsere professionelle Arbeit bleibt überparteilich.

7. Hat die Seite noch weitere Social Media Ableger? 

An vielen Stellen wo wir messen sind wir auch als Nutzer vertreten. Wir sind aktiv auf twitter, wo wir viel wertvolles Feedback einsammeln konnten. Auf Facebook haben wir eine Recherche-Gruppe und eine Fan-Page. Ebenso auf MySpace. Da wir momentan keinen redaktionellen Content produzieren sind die anderen Plattformen für uns nur privat spannend. An einigen Stellen werden wir unsere Arbeit aber ausbauen.

8. Welche Chancen und Risiken sehen Sie bei Politik im Netz?

Eine Frage, die uns in den letzten Tagen immer wieder gestellt wurde ist, ob wir nun wollen, dass Politiker den ganzen Tag twittern und YouTube-Videos hochladen und das dann auf Facebook gebündelt verteilen. Das wäre genau das falsche, es ist auch ein falsches Verständnis von „Politik im Netz“. So wie wir das verstehen – und mit unserem Angebot vermitteln wollen, gibt es Politik, und diese wird u.a. im Netz aufbereitet. Was das Internet und gerade die Social Media Plattformen, die wir betrachten, möglich machen ist eine klar fokussierte Kommunikation auf Kanälen, die von sowieso dort aktiven Usern aufgenommen werden kann. Es gibt zwei große Entscheidungen, die man als Politiker im Netz treffen muss: wie erreichbar bin ich, und wie privat bin ich – das klassische Dilemma aus Distanz und Nähe. Gerade aktive Abgeordnete können nicht den ganzen Tag und über jedes Erlebnis twittern, noch weniger können sie dauerhaft auf alles Antworten, was auf sie niederprasselt. Hier ist es besonders wichtig, die Erwaltungshaltung an die Präsenz auf einer bestimmten Plattform zu verstehen. Bei Facebook kann man das sehr gut sehen: wer dort als User auftritt, der suggeriert Erreichbarkeit und einen gewissen Zugang ins Private. Manche Parteien haben das verstanden und bauen sich ein eigenes kleines Re(d)aktions-Team auf, das z.B. Freundschaftsanfragen und Nachrichten beantwortet. Andere haben das auch verstanden, und verschieben Profile zu Politikerseiten, einer Unterform der „Pages“. Die Pages sind sozusagen die Infostände und Plakatwände im Netz, denn hier wird zentral kommuniziert, mehr als das diskutiert werden kann. Der Auftritt ist mono-thematisch auf die Kandidatur bzw. das aktuelle Amt ausgerichtet, und verlängert mehr die agenturgepflegte Website. Die dritte Form auf Facebook, die Gruppen, sind vom Prinzip her genau dazwischen – interaktiv, aber nicht persönlich und auch meist nicht personengetrieben.
Die große Chance besteht aus unserer Sicht, und da sind wir sicher nicht die Ersten die das so sehen, dass über twitter, flickr usw. ein Gefühl von Dabei-Sein erzeugt werden kann, was sich positiv auf die Gesamtstimmung und –wahrnehmung der Aktiven auswirkt. Das Risiko kommt aber gleich hinterher, nämlich die Enttäuschung, wenn man auf einen quasi ausgetrockneten Kanal trifft. Ein flickr-Account, das seit 2 Jahren keine neuen Bilder hat ist genauso frustrierend wie eine Homepage, auf der noch immer unter „Aktuell“ für das gewonnene Direktmandat von 2005 gedankt wird. Es ist wichtig, die Kanäle zu verstehen, aber das geschieht langsam – birgt aber noch ungemein spannende Strategie-Auslegungen in sich.

9. Wie wird Politik in Zukunft gemacht – Stichwort: Obama 2.0?

Naja, der Vergleich hinkt ja an verschiedenen Ecken – allein das Wahlsystem hierzulande erlaubt ja nur wenigen, eine Merkel oder einen Steinmeier direkt zu wählen. Insofern bleibt der Wahlkampf hier beim top-down Image-Wahlkampf und beim bottom-up Wahlkampf von Haustür zu Haustür, wo vielleicht auch die Krawattenfarbe entscheidend ist.Außerdem ist das verfügbare Budget von einer „normalen“ deutschen Partei nicht im Ansatz so üppig wie das geschaltete Media-Budget von Obama in einem Monat. Trotzdem, ein paar Dinge werden ja schon jetzt abgeguckt. Womit wir rechnen müssen ist die noch stärker dezentral stattfindende Vermittlung der zentral ausgegebenen Botschaften. Viele Maßnahmen werden interaktiver wirken, aber es nicht unbedingt sein – denn die Herausforderung ist immer noch, eine zentrale Botschaft über die Republik zu verteilen, und diese nuanciert nach Zielgruppe auszuliefern. Insofern tut sich da wenig Neues, es wird vor allem technisierter, und zumindest online noch professioneller und zielgerichteter. Am Wahltag wird aber jeder – und das ist neu - das Gefühl haben, seinem Kandidaten etwas nahe gewesen zu sein. Das wird sich vor allem durch das Internet und die Präsenz auf zahlreichen Plattformen ergeben – und hoffentlich auch funktionieren.


19. Februar 09

Freie Praktikumsplätze @yellow1.de!

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Hallo liebe Mitleser! Ich habe wirklich nie gedacht, dass ich diese
Kategorie einmal anlegen werde, aber der Volksmund meint ja bekanntlich:  "Sag niemals nie"! Doch auch der Marketingberater 2.0 möchte der Wirtschaftskrise 09 trotzen und  engagierten jungen Menschen eine spannende (selbstverständlich vergütete) Praktikumsstelle bei einem Web 2.0-Startup vermitteln!

Genug der Vorrede und des künstlichen Aufblasens - nun zur konkreten Ausschreibung: Die just gestartete Business-Suchmaschine yellow1, sucht schnellstmöglich fleißige und internetaffine Praktikanten für die Bereiche Produktmanagement, Online-Marketing und Business Developement.


Der oder diejenige sollte Spaß am Kontakten und am "Leben im Netz" haben. Das heißt: Facebook, StudiVZ und MySpace sind Social Networks und keine Malaysischen Zwischenmahlzeiten. Weiterhin sollte ein konzeptionelles und organisatorisches Talent und die Motivation etwas "zu bewegen" vorhanden sein. Daneben sollte die Allgemeine Hochschulreife absolviert und erste erfolgreich abgeschlossene Studiensemester (Fachrichtung zweitrangig) beendet worden sein. Die Kandidaten sollten sich für das Praktikum 1 bis 6 Monate Zeit nehmen. Ich habe persönlich noch einmal nachgefragt: eintönige Arbeiten, stumpfer Telefondienst, Kaffee-Kochen oder Kopierarbeiten zählen nicht zu den Haupteinsatzbereichen! ;-)

 
Auf d
Anita Tuschie Frage was die yellow1-Prakikanten mit nach Hause nehmen, antwortete Anita Tusch: „Neben den Einblick in ein modernes und expandierendes Web 2.0-Startup, lernen unser Praktikanten in einem lockeren Umfeld eigenverantwortlich zu arbeiten, praktische Erfahrungen zu sammeln und ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Vom Auf- und Ausbau wertvoller Kontakte in der Online-/Medienwelt ganz zu schweigen.

Wenn sich jetzt unter euch der ein oder andere Studierende angesprochen fühlt, solltet Ihr keine Zeit verlieren und Eure Kurzbewerbung mit der Chiffre: #MB20180209 e-mailen an: a.tusch@yellow1.com

Ich wünsche allen Bewerbern viel Erfolg!

P.S. Kurz vor Toresschluss konnte ich noch in Erfahrung bringen, dass auch ein
Online-Product-Manager (zur Festanstellung) gesucht wird…

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