Lang hat´s gedauert doch gestern Abend haben wir´s doch endlich hinter uns gebracht. Der schon vor längerer Zeit angekündigte Podcast mit Stefan Keuchel, dem Pressesprecher von Google Deutschland, über den neuen Echtzeitko
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Alle Folgen anschauenVerfasst von Sebastian Voss am 26. November 09 um 09:00 Uhr in Google Wave, Podcasts, Social Software, Tools, Trends | Permalink | Kommentare (5) | TrackBack (0)
Technorati-Tags: Cloud Computing, Enterprise 2.0, Google, Google Wave, Social Software, Stefan Keuchel
Es ist ja mittwerweile nicht´s neues, dass sich Personaler als auch Headhunter im Social Web auf die Suche nach potenziellen Mitarbeitern begeben. Entsprechen die Kandidaten dem Beuteschema des Unternehmen, werden sie meist via Xing oder Linked-In-Nachricht angeschrieben. Doch wie sieht es mit den anderen Kanälen aus, auf denen sich die User tummeln wie z.B. Twitter, Friendfeed & Co? Hier knüpft das Geschäftsmodell der Hamburger Personalberatung atenta an, die sich auf Social Media Recruiting spezialisiert hat. Zu Konzept, Erfahrungen und Trends hab ich den Geschäftsführer Jan Kirchner befragt.
1. Was ist das besondere an Ihrer Personalberatung?
Unsere Personalberatung atenta hat sich als eine der ersten in Deutschland auf Social Media Recruiting spezialisiert und nimmt in diesem Bereich eine Vorreiterrolle ein. Im Gegensatz zu den Beratungen, die jetzt erst auf den fahrenden Zug aufspringen, gestalten wir das Social Media Recruiting bereits seit einiger Zeit aktiv mit. In unserem Corporate Blog "Wollmilchsau" veröffentlichen wir regelmäßige Ansätze und Ideen zu diesem relativ jungen Bereich der Personalsuche. Im September haben wir mit dem Buchtitel "Online-Personalsuche - Praxishandbuch für aktive Personalbeschaffung im Internet" das erste deutschsprachige Grundlagenwerk zum Online- und Social Media Recruiting veröffentlicht. Mit der Entwicklung der Echtzeit Job- und Kandidatensuchmaschine jobtweet.de leisten wir außerdem einen innovativen technischen Beitrag zur Weiterentwicklung des Social Media Recruiting. (für den uns die Leser der Financial Times Online übrigens kürzlich mit dem Titel zum "Gründer des Monats" belohnt haben).4. Welche Erfolge konnten Sie bisher erzielen - in welchen Branchen?
Da unsere Personalberatung vor allem in den Bereichen Ingenieurwesen und IT tätig ist, findet sich der Großteil unserer Erfolge in diesen Berufsfeldern. Wir haben aber auch schon Mediziner über das Social Web gewonnen. Allgemein betrachtet wird das Social Web derzeit natürlich noch von web- und medienaffinen Berufen, also z.B. PR-, Marketing-, Sales- und IT-Professionals dominiert. Es finden sich aber zunehmend Vertreter aller Branchen im Social Web und wir sind überzeugt, dass sich das Verhältnis der einzelnen Berufsgruppen zueinander in den kommenden Jahren weiter angleicht.
5. Was steckt hinter "jobtweet"?
Jobtweet.de ist zunächst eine Echtzeit-Jobsuchmaschine auf Grundlage des Microbloggingdienstes Twitter. Die Kernidee dahinter ist, aktuelle Jobangebote über einen zentralen Anlaufpunkt in Echtzeit verfügbar zu machen. Um unsere Nutzer auch bei der aktiven Stellen- und Mitarbeitersuche zu unterstützen, bietet jobtweet außerdem eine Profil-/ Biosuche an, mit der sich die über jobtweet verbreiteten Stellengesuche und die Profile von fast 20 Millionen Twitternutzern durchsuchen lassen. Diese Funktion eignet sich übrigens hervorragend zum gezielten Aufbau einer am eigenen Thema interessierten Followerschaft.8. Über die Plattformbetreiber
Jan Kirchner und Alexander Fedossov haben zusammen studiert und sich im
Anschluss daran selbständig gemacht. Mit ihrer in Hamburg ansässigen
Firma atenta Personalberatung unterstützen sie Unternehmen aus dem
technischen Mittelstand bei der Suche nach Führungskräften und
Spezialisten. Dabei setzten sie von Beginn an auf die Methoden der
aktiven Online-Personalsuche und des Social Media Recruiting.
Über ihre Techniken, Erfahrungen und Ideen schreiben Sie regelmäßig im Personalberater Blog "Wollmilchsau". Im September 2009 veröffentlichten sie das Buch "Online-Personalsuche: Praxishandbuch für aktive Personalbeschaffung im Internet". Mit jobtweet haben sie außerdem die erste deutschsprachige Job- und Kandidatensuchmaschine für den Microbloggingdienst Twitter entwickelt.
Verfasst von Sebastian Voss am 12. November 09 um 09:00 Uhr in Karriere, Recruiting, Social Media | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Was man in einem halben Jahr nicht an Webcasting geschafft hat, holt man in einer Woche nach. So zumindest kam mir das Eventhopping in der letzten Oktoberwoche vor. Auf meiner Tourliste stand zum einen die zweite Veranstaltung der Tweetakdamie in München sowie das CommunityCamp in Berlin.
Die Tweetakademie versteht sich selbst als Lehrveranstaltungreihe für die professionelle Kommunikation mit 140 Zeichen, die den Teilnehmern durch erfahrene Experten und experimentierfreudige Unternehmen vermitteln werden soll. In den Pausen sprach ich mit Michael Gebert, Nicole Simon, Robindro Ullah (DB Karriere) und Markus Walter (Allianz).
Auf dem CommunityCamp hießt die Devise wie gewöhnlich "Mitmachen statt nur zuzuhören". Jeder Teilnehmer war gebeten sein eigenen Teil in Form von kleinen Sessions oder in Form von Feedback beizusteuern. Wir für uns, dass heißt mein Geschäftspartner Sebastian Wartenberg und ich, taten das in Form unserer beliebten Videointerviews. ;-) Als medienfreudige Gesprächspartner gesellten sich Robert Basic, Carolin Maras und CommunityCamp-Gründer Kai-Uwe Hellmann zu uns. Viel Spaß beim Zuschauen!
Verfasst von Sebastian Voss am 05. November 09 um 09:00 Uhr in CommunityCamp, Events, Social Media, Social Media Marketing, Tweetakademie, Twitter, Webcasting | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Technorati-Tags: CommunityCamp, Corporate Social Media, Social Media, Social Media Marketing, Tweetakademie, Twitter, Twitter-Coaching
Google Wave ist momentan einer der Innovationen, die zurzeit viele Gemüter erhitzt. Ein Grund genug ein Social Media Webcast - Special darüber zu senden. Da mich Beruf und Liebe nach Hamburg verschleppt haben und zufälligerweise auch hier das Google Headquarter für die D-A-CH Regionen steht, vereinbarte ich kurzerhand ein Gesprächstermin mit Stefan Keuchel, dem Pressesprecher für Google Deutschland.
Als frischgebackene Waver haben sich Annette Schwindt und ich überlegt, den Social Media Webcast diesmal etwas interaktiver und mehrwertiger für Euch zu gestalten. Denn in dieser Folge, habt Ihr die Gelegenheit Fragen zu Wave zu stellen, die Euch zurzeit am meisten unter den Nägeln brennen. Einige von ihnen werden wir dann im Interview kurz und bündig beantworten.
Eure Fragen könnt Ihr auf dem eigens dazu angelegten Google-Spreadsheet sammeln. Um Missbrauch zu verhindern, schalte ich das Google-Sheet erst nach Euer Bearbeitungsanfrage frei! ;-) Der Annahmeschluss ist noch bis Montag, den 19.10.. Also dann, happy posting! Euer Sebastian
Verfasst von Sebastian Voss am 14. Oktober 09 um 13:03 Uhr in Google Wave, Webcasting | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Beim meinem Ausflug durch das Web, bin ich auf das virtuelle "Digitalks Web 2.0 Handbuch" gestoßen. Hinter dem Herausgeber steckt der österreichische Verein Netzwerk für digitale Medien. Dieser klärt seit 2007 junge Menschen ab 26 (Falle ich also gerade noch so drunter! ;-))über die neuen Medien in verständlicher Sprache auf und zeigt in Live-Sessions und Videos, wie sie funktionieren. In ihrem aktuellen Buch haben 16 Bloggerinnen und Blogger die derzeitigen Entwicklungen in Social Media kommentiert und zusammengefasst. Daher eignet es sich besonders für den Einstieg in die Materie. Das kuriose am dem Werk ist, dass es sich nicht herunterladen und ausdrucken lässt, sondern man kann es lediglich als Online-Magazin lesen. Erinnert so ein bißchen an die Look & Feel von iTunes. Seine Verfasser haben in Punkto digitaler Mundpropaganda jedenfalls ihre Hausaufgaben gemacht, denn jeder Interessierte kann das Buch per embedded code, in seine eigene Homepage/Blog einbinden. Eine schöne Woche - Euer Sebastian aka Marketingberater 2.0!
Verfasst von Sebastian Voss am 12. Oktober 09 um 09:00 Uhr in e-Books, Social Media, Social Software | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Technorati-Tags: Digital Immigrants, E-Book, Facebook, Friendfeed, How-to, Mister Wong, Ratgbeber Social Media, Social Media, Social Media Dienste, Social Media Marketing, Social Software, Web 2.0
Habt Ihr Euch schon einmal die Frage gestellt was passiert, wenn Ihr stirbt. Eure Hinterbliebenen werden sich höchstwahrscheinlich um Euren physischen Nachlass kümmern. Hund, Katze, Auto, Haus und Eure Lieblingskakteen werden gerecht verteilt, falls Ihr das ganze in einem Testament geregelt habt. Aber was ist mit den Gebeinen Euer digitalen Identität? Hier liegen möglicherweise wichtige Daten, Fotos, Videos, Dokumente und E-Mail-Accounts brach, die im Falle Eures Ablebens für Eure Hinterlassenen nur noch schwer nachzuvollverziehen sind. Denn die Login-Kennwörter habt Ihr sprichtwörtlich mit ins Grab genommen. Diese digitale Vorsorge möchte Peter Morcinek und Marco Hamburger mit Euch auf der Plattform Idivus treffen. Da ich das Thema selbst recht spannend finde, habe ich in einem Interview nachgefragt, was sich hinter diesem ungewöhnlichen Web 2.0-Businessmodell verbirgt.
1. Über Mitgründer Marco Hamburger
Als Internetnutzer seit den Anfangstagen des Web bin ich begeistert von den Möglichkeiten und den vielen Ideen, die dieses Medium hat entstehen lassen. Gerade die StartUp-Szene hier in Berlin hat eine Menge Potential um unseren Nutzer bei idivus durch Kooperationen auch schnell weitere Funktionen zu bieten. Ansonsten noch einige Keyfacts zu mir: 34 Jahre, ursprünglich aus Köln, seit 5 Jahren in Berlin, seit 2001 aktiv in der Start-Up Szene in Köln und Berlin.2. Wie seid Ihr auf „idivus“ gekommen?
Wir sind Ostern 2009 auf die folgende Frage gestossen: Was geschieht eigentlich mit Hinterlassenschaften, meinen Profilen, Bildern und Freunden im Web, wenn mir mal etwas zustößt? Wir hatten schon einige Fälle im Bekanntenkreis, wo der digitale Nachlass nicht geklärt war und wo die Angehörigen dann im Chaos zurück geblieben sind. Denn in diesem Fall wussten die meisten Angehörigen nicht, wo die Person so alles angemeldet war, hatten aus rechtlichen Gründen grosse Probleme auf diese Daten- und Profile Zugriff zu nehmen und kannten oft nur einen Bruchteil der Freunde + Bekannten des Verstorbenen.
3.Welches Konzept steckt hinter „idivus"?
Bei idivus.com kannst Du alle Deine relevanten Logins bei Communities ( z.B. Facebook, Xing, Wer-kennt-wen), Messenger (z.B. MSN, Skype), Email-Accounts (z.B. Web.de, Hotmail) und Deine Kontakte sichern. Du kannst Personen aus Familie und Freundeskreis festlegen, die im Fall der Fälle Zugriff auf diese Daten bekommen sollen, und Ihnen schreiben, was Dir auf dem Herzen liegt.
4. Welche Vorteile bietet Ihr Euren Nutzern?
idivus hat zum aktuellen Zeitpunkt folgende drei Vorteile für Nutzer:
I.) Daten sichern:Zuerst sichert der User alle wichtigen Login-Daten (von Communities, Messenger-Diensten, Shops, Fotogalerien, Videoportalen usw.) sowie alle wichtigen Kontaktdaten von Familie und Freunden. Damit ist idivus dem User auch ohne eigenes Ableben von großem Nutzen. Denn hier hat dieser immer und von überall Zugriff auf seine wichtigsten Daten.
II.) digitalen Nachlass weitergeben:Für den Fall, dass dem User jemals etwas passiert, kann er über idivus einer oder mehreren Personen seines Vertrauens seinen digitalen Nachlass weitergeben. Er stell damit rechtzeitig sicher, was mit seinen Profilen, Blogs, Fotos, Videos usw. geschehen soll, falls er es später nicht mehr selbst bestimmen kann. Das geschieht alles auf einfach und umkompliziert.
Mit idivus gibt der User seinen Vertrauenspersonen die Möglichkeit, mit den übrigen Freunden und Bekannten in Verbindung zu treten, um diese zu informieren. Gerade wenn viele unterschiedliche Freundes- und Bekanntenkreise existieren, die sich untereinander nicht kennen, ist dies eine wertvolle Hilfe für die Familie.
5. Welche Sicherheitsvorkehrungen habt Ihr bei den sensiblen Nutzerdaten getroffen?
idivus nutzt neueste Sicherheitstechniken und hat 3 Sicherheitsstufen:
I.) Während Du auf idivus unterwegs bist, wird die Verbindung durch eine SSL-Verbindung gesichert. Das hast Du sicherlich schon einmal beim Online-Banking gesehen. Die Webadresse fängt mit "https://..." an.
II.) Ausserdem sind alle Daten in Deinem Profil komplett verschlüsselt. Den Schlüssel, um diese Daten zu ver- und entschlüsseln, hast nur Du. Daher legst Du bei Deinem ersten Login auch selber diesen Schlüssel fest. Bitte verwahre diesen Schlüssel sicher. Ohne ihn ist der Zugriff auf Deine Daten nicht mehr möglich.
III.) Dein Login ist ebenfalls mit einem sicherheitsrelevanten Passwort gesichert.
6. Ist Euer Angebot auch interessant für Unternehmen? Wenn ja, weshalb!
idivus ist aus zweierlei Blickwinkeln sehr interessant für Unternehmen:
I.) für Online-DiensteAktuell haben ein Grossteil der Dienste im Web keinerlei offizielle Regelung für den Umgang mit Todesfällen unter den eigenen Nutzern. Wir haben viele deutsche Dienste dazu befragt (hier findet Ihr das Interview: https://www.idivus.com/content/interviews-mit-web-20-diensten). Für Betreiber eines Online-Dienstes bietet sich nun die Möglichkeit idivus in die eigene Dienstleistungskette einzugliedern, so dass die Nutzer ihren digitalen Nachlass bei uns regeln. Der Dienst partizipiert dann natürlich an den Gebühren und bereinigt die eigenen Nutzerdaten, denn diese enthalten heute oft eine hohe Ungenauigkeit im Bezug auf nicht mehr genutzte Profile.
II.) als Corporate-LösungWenn "private" Angehörige, wie oben beschrieben, oft im Chaos zurück bleiben, so betrifft das Arbeitgeber + Geschäftspartner natürlich umso mehr. Denn diese stehen im Todesfall eines Mitarbeiters/ Geschäftspartners oft vor den gleichen Problemen, da Accounts zu diversen Diensten nicht öffentlich gesichert wurden, Dateien, Emails, etc. nicht gesichert wurden und aus datenschutzrechtlichen Gründen teilweise kein Zugriff auf Mitarbeiterdaten möglich sind.
7. Mit welchen Features können Eure Nutzer in Zukunft rechnen?
Uns geht es im ersten Schritt darum, über das Thema aufzuklären und Internetnutzer dafür zu sensibilisieren. Wir haben vor unserem Start viele Nutzer bei Facebook befragt, ob Sie denn wissen, was mit ihren Profilen und Kontakten im Web im Fall der Fälle passiert und wie dann Familie und Freunde im Notfall an diese Daten kommen. Obwohl einige bereits solche Problem-Fälle im Freundeskreis hatten, hatte niemand eine praktikable Lösung parat. Wir werden daher ab Mitte Oktober Fachbeiträge mit Tips von einem bekannten Anwalt für Multimedia-Recht veröffentlichen, damit unsere Leser wissen, worauf sie achten sollten. In Sachen Funktionalitäten werden wir über Kooperationspartner unseren Nutzern in Zukunft auch die Möglichkeit bieten, grössere Datenmengen zu sichern und diese Synchronisationen auch automatisch ablaufen zu lassen.
Verfasst von Sebastian Voss am 06. Oktober 09 um 09:00 Uhr in Social Media, Social Software | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Wieder einmal hatte ich das Vergnügen einer fleißigen Diplomandin bei ihrer Umfrage zum Thema Social Media zu unterstützen. Da ich ein Fan der Mehrfachverwertung bin, sollt Ihr auch etwas davon haben!
1. Was sind aus Ihrer Sicht die wesentlichen Merkmale von Social Media?
Nutzer werden zu Prosumenten
Im Social Web hat jeder Nutzer die Möglichkeit selbst an der Gestaltung des Internet mitzuwirken. Sei es durch das Posten von Beiträgen in seinem persönlichen Weblog, das Bewerten von Produkten und Services auf Bewertungsplattformen wie Ciao oder Dooyoo oder das Knüpfen von Kontakten in Social Networks wie Facebook oder StudiVZ. Dieses Phänomen beschäftigt zunehmend auch viele Unternehmen und Organisationen, die im Rahmen ihrer Kommunikationsstragegien die Mitmach-Kanäle zukünftig mehr
einbeziehen müssen, um ihre Zielgruppen (noch) zu erreichen.
Weisheit der Vielen (Wisdom of the Crowd)
Privat- und Geschäftsleute verabschieden sich langsam und sicher vor dem Mantra:"Wissen ist Macht und Macht behalt ich". Da werden interessanten Webfundstückeauf Social Bookmarking Plattformen wie Mister Wong und Delicious gespeichert, Ratgeberbeitrage verfasst und kostenlos auf Blogs und Wikis verteilt und Wissenshäppchen innerhalb 140-Zeichen auf Twitter serviert. "Geben statt nehmen ist zur Devise" geworden. Das Resultat: Ein gewaltiger gemeinschaftlicher Wissenschatz, aus dem sich jeder frei bedienen kann, wenn er denn mag und die Social Web Werkzeuge beherrscht.
Transparenz
Vorbei sind die Zeiten, in den sich der Konsument während des Kaufprozesses ausschließlich von den Hochglanz-Webseiten des Unternehmens und redaktionellen Produkttests in Special Interest Magazinen beinflussen ließ. Heute stöbern wir in einschlägigen Foren, auf Bewertungsplattformen und Weblogs oder fragen gleich unsere Twitter-Gemeinde um Rat.Schlechte Performance und Qualtitätsmängel der anvisierten Produkte werden somit in Windeseile an den Online-Pranger gestellt und abgestraft. Einige der kritischen Rezensionen schaffen es sogar noch vor die Unternehmenwebsite in den Suchmaschinen-ergebnissen zu gelangen. Schlecht für das werbungtreibende Unternehmen, gut für uns als informierten Verbraucher.
2. Social Media Marketing - was verstehen Sie darunter?
Social Media Marketing bindet im Gegensatz zum herkömmlichen Online-Marketing, Social Media Elemente in seinen Kommunikations-Mix ein. Das können z.B. Marken-Communities/Seiten auf MySpace, Facebook oder Edelprofile auf StudiVZ sein. Darüber hinaus kann auch ein aufgesetzter Kampagnen-Blog, diverse Twitter-Accounts und ein Kanal bei Youtube das Social Media Marketing unterstützen. Ziel ist es, durch einen authentisches Dialog mit der Zielgruppe die Glaubwürdigkeit für die Marke zu steigern und die dessen Bekanntheit durch digitale Mundpropaganda voranzutreiben.
3.
Wie erklären Sie sich die bisherige Zurückhaltung der DAX 30
Unternehmen bezüglich der Nutzung von sozialen Medien wie Twitter,
YouTube, Facebook und Co.?
Nach meiner Meinung sehen die Dax 30 Unternehmen Social Media Aktivitäten noch nicht als Priorität an.
Das erklärt auch, das nur wenige von ihnen wie z.B. Daimler mit seinem Corporate Blog oder Henkel und Lufthansa mit einem Twitter-Kanal ersteinmal herum experimentieren. Die breite Masse hält sich jedoch vornehm zurück und lässt sich von den Vorreitern inspirieren.
4. Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung folgender Medien: Twitter, YouTube, Facebook, MySpace, Corporate Blog?
Die sozialen Medien werden in Zukuft zunehmend an Bedeutung gewinnen. Communites werden auch unter den älteren Nutzern (50+) immer beliebter. Im Bewegtbildsegment (YouTube & Co) beobachten wir schon seit Längerem die Tendenz zur Clip-Kultur. Und Twitter schafft mittlerweile den Sprung in die Mainstream-Medien insbesondere in den Wahlkampf. Wenn das keine guten Vorzeichen sind?
5. Wie bewerten Sie die Nutzung von Twitter als reinen Marketing- und Vertriebskanal? (Stichwort: Deutsche Lufthansa)
Hier beziehe ich aus Prinzip eine neutrale Position. Denn jedem Unternehmen liegt es frei, wie er die 140-Zeichen-Botschaften nutzt. Möchte der Support Anfragen in Echtzeit beantworten, die Unternehmens-kommunikation lediglich ihren Blog-RSS-Feed einbinden oder der Vertrieb spezielle Rabattaktionen verkünden. Ich denke, die Einsatzmöglichen von Twitter sind äußerst vielfältig, genauso wie der Twitter-Follower auch.
6. Macht es für jedes der DAX Unternehmen Sinn, in sozialen Medien
aktiv zu werden? Gibt es bestimmte Branchen, für die sich Engagement in
den sozialen Medien weniger lohnt?
Das
kann man so pauschal nicht sagen. Es empfielt sich wie im klassischen
Marketing auch eine Zielgruppenanalyse vorab durchzuführen, um zu
ermitteln ob und wo sich die Zielgruppen im Social Web aufhalten. Erst
dann entscheide ich über die Auswahl der geeigneten Mittel. Ich hatte
bisher bei den großen 30 noch nicht das Vergnügen, so dass ich Ihnen
hier leider keine weiterführende Auskunft geben kann.
7. Welche Relevanz hat Social Media für die Zukunft, insbesondere im Vergleich zu den klassischen Medien?
Ich denke die Relevanz der sozialen Medien wird steigen, da besonders junge Menschen im Alter zwischen 14 und 25 durch die klassischen Disziplinen teilweise oder schon gar nicht mehr erreicht werden können. Jedoch gehöre ich nicht zu den Verfechtern, die behaupten, die klassischen Medien wären tot. Denn die große Masse lässt sich im Augenblick immer noch am schnellsten über Radio, TV und Print erreichen. Deshalb raten wir unseren Mandanten in vielen Fällen ihre Online-Marketing-Feldzüge durch klassisches Advertising zu flankieren.
8. Nennen Sie bitte zum Schluss noch ein Unternehmensbeispiel für eine aus Ihrer Sicht gelungene Nutzung von Social Media.
Hierzu bediene ich mich an einer Coffe-Shop-Kette jenseits des großes Teiches. Starbucks hat meiner Meinung nach verstanden, wie man das Social Media im Sinne des Crowd-Sourcings exzellent einsetzt. Auf der Website: MyStarbucksIdea, sammelt Starbucks Produktanregungen von seinen Kunden. Bisher sind 70.000 Vorschläge eingegangen, wobei die Top Ideen von mehr als 95.000 Nutzern positiv bewertet und mehr als 1.000 mal kommentiert worden sind. Auf Facebook verfügt der US-Kafferöster z.B. mehr als 1,7 Mio. Fans. Sinn und Zweck: Durch die Einbindung der Kunden ins Marketing und in die Produktentwicklung werden nicht nur Kosten eingespart (Marktforschung), sondern darüberhinaus die Kundenloyalität gesteigert. Das ist Starbucks wohl durchaus gelungen.
Verfasst von Sebastian Voss am 23. September 09 um 17:34 Uhr in Dax30, Social Media, Social Media Marketing | Permalink | Kommentare (3) | TrackBack (0)
Technorati-Tags: Dax30, Interview, Social Media, Social Media Marketing, Studienumfrage, Web 2.0
Wie im letzten Beitrag vorgewarnt, besuchte ich am 16./17.09 den diesjährigen Community & Marketing 2.0 Summit, um mich als Social Media Berater wieder ein bißchen inspirieren zu lassen. Vor die Kamera liefen mir u.a. Dr. Carsten Ulbricht, Carmen Hillebrand, Markus Spiller, Marko Ripanti usw. An beiden Tagen experimentierte ich mit meiner testweise zur Verfügung gestellen Kodak Zi6, deshalb entschuldigt mir die zeitweise veruckelten und lichtarmen Szenen. ;-) Das das ganze nicht zu langatmig wird, habe ich die Interviews in zwei leicht verdauliche Blöcke unterteilt: Tag Eins und Tag Zwei. Jetzt aber genug getippt, Vorhang auf und Manege frei!
Verfasst von Sebastian Voss am 22. September 09 um 09:00 Uhr in Community Summit , Events, Webcasting | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Technorati-Tags: cm20s, Community Summit, Events, Hamburg, Kongress Media, Social Media, Social Media Marketing
In der Sommerpause haben wir uns überlegt, wie wir kleinen und mittelständischen Unternehmen kurz und bündig einen schnellen Einstieg auf Twitter ermöglichen. Ein Leitfaden musste her, am besten im anschaulichen Layout als kompaktes E-Booklet, mit Erklärungen zu den Themen: Accountregistrierung auf der Plattform, wichtige Grundbegriffe und den twitterianischen Umgangsformen. Herausgekommen sind überschaubare 20 Seiten, die - wie wir finden - ihren Zweck durchaus erfüllen. Wir hoffen, Euch gefällts! ;-) Euer Sebastian
Verfasst von Sebastian Voss am 15. September 09 um 08:00 Uhr in e-Books, Twitter | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Technorati-Tags: ebooks, how-to, KMU, Social Media Marketing, Twitter
Nächste Woche findet in Hamburg die Webweek statt. Das gastierende PR 2.0 Forum und der Community & Marketing 2.0 Summit sind nur einige der Highlights, die zwischen dem 13. und 17.09.09 auf Web 2.0 Begeisterte warten. Als Neu-Hamburger bin ich mit bescheidenem Kameraequipment selbstverständlich auch vor Ort. Doch bis dahin ist noch ein bissl Zeit, so dass uns Mitinitiator und Moderator des Summits dazu noch ein paar Takte sagen kann. Übrigens erhält jeder von Euch einen speziellen Social Media Webcast Rabatt auf das Full-Conference-Ticket, den Ihr als Promotion-Code in der Online-Bestellmaske eingibt. Ich wünsche Euch viel Spaß und vielleicht sehen wir uns ja auf dem Summit oder dem PR 2.0-Forum.
Verfasst von Sebastian Voss am 10. September 09 um 14:14 Uhr in Community Summit , Events, Webcasting | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Technorati-Tags: Community-Summit, Enterprise 2.0, Events, Hamburg, kongress-media, Kongresse, Marketing 2.0, Negelmann



